Rot-Pink startet als Betonkoalition

Man sieht leider gleich zu Beginn, wer den Ton in der neuen Regierung angibt: Die Betonierer der SPÖ.

Wien – Die neue Wiener Stadtregierung beschließt mit dem überdimensionierten Bau der Stadtstraße eine Quasi-Autobahn durch den 22. Bezirk. Der Klimaschutz bleibt auf der Strecke.

Wir sind sehr enttäuscht über die heute im Wiener Verkehrsausschuss beschlossenen Pläne zum Bau der Stadtstraße. Nach derzeitigem Stand wird die Stadtstraße eine über 3 Kilometer lange, vierspurige Verbindung zwischen der Seestadt-Astern und Hirschstetten. Damit zementieren SPÖ und NEOS eine Quasi-Autobahn mit nur einer Ampel und ohne Querungen in die Stadt.

​Grundsätzlich stehen wir einem Ausbau der Infrastruktur offen gegenüber und sehen Anbindungen in Stadtentwicklungsgebiete als sinnvoll und notwendig. Das Projekt in seiner jetzigen Form ist aber deutlich überdimensioniert und zeigt weder verkehrs- noch klimapolitisches Bewusstsein. 

Wir haben bereits vor Jahren ein nachhaltigeres Konzept für so einen Bau präsentiert. Mit nur zwei Spuren, mehreren Ampelquerungen und zusätzlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung des Flächenverbrauchs und der Klimarelevanz.

Warum sich Rot-Pink so gegen konstruktive Vorschläge und Fakten wehrt, ist mir unbegreiflich und ein irreversibler Einschnitt in die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener.

Das Vorhaben ist eine politische Totalenttäuschung. So haben sich etwa NEOS bisher einhellig sowohl auf Wien und als auch Bezirksebene gegen einen Bau ausgesprochen. Man sieht leider gleich zu Beginn, wer den Ton in der neuen Regierung angibt: Die Betonierer der SPÖ.

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Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete von
Die Grünen Wien
heidi.sequenz@gruene.at

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